Hoefer & Partner - Die Produktion gefälschter Pestizide kommt die Wirtschaft in der EU mit jährlich 1,3 Mrd. EUR teuer zu stehen
+49 (0) 89 - 642 447 - 0
Rückrufservice
Für Mandanten
EN CN JP
Name*:

Tel.-Nr.*:

Aktenzeichen*:

Anwalt:

Zeit/Datum:

Bitte eingeben: captcha

Die Produktion gefälschter Pestizide kommt die Wirtschaft in der EU mit jährlich 1,3 Mrd. EUR teuer zu stehen

Wie aus einem neuen Bericht des Amtes der Europäischen Union für geistiges Eigentum (EUIPO) hervorgeht, entsteht in der EU-28 aufgrund von gefälschten Pestiziden jährlich ein Verlust an legalen Einnahmen in Höhe von 13,8 %.

Diese Umsatzeinbußen haben in der Pestizidindustrie der EU unmittelbar den Verlust von 2 600 Arbeitsplätzen zur Folge, da in der legalen Wirtschaft weniger Menschen beschäftigt werden als dies ohne Fälschungen der Fall wäre.

Bezieht man die Folgewirkungen von gefälschten Pestiziden für andere Wirtschaftszweige mit ein, gehen in der EU-Wirtschaft insgesamt 11 700 Arbeitsplätze verloren.

Die durch Produktfälschungen in dieser Branche verursachten jährlichen Gesamtverluste bei den Staatseinnahmen durch entgangene Steuern und Sozialabgaben belaufen sich in der EU-28 auf schätzungsweise 238 Mio. EUR.

Der Exekutivdirektor des EUIPO, António Campinos, erklärte dazu:

Wie unsere Berichtsreihe gezeigt hat, können Fälschungen Auswirkungen auf jeden Wirtschaftszweig haben. Die Pestizidindustrie, in der zahlreiche kleine und mittlere Unternehmen tätig sind, stellt hier keine Ausnahme dar. In diesem zehnten Bericht unserer Studienreihe wird erläutert, welche wirtschaftlichen Folgen Fälschungen auf Umsätze und Arbeitsplätze haben und wie legale Hersteller von der Präsenz gefälschter Produkte auf dem Markt betroffen sind.

Der heutige Bericht ist der zehnte in einer vom EUIPO über die Europäische Beobachtungsstelle für Verletzungen von Rechten des geistigen Eigentums herausgegebenen Studienreihe zu den wirtschaftlichen Auswirkungen von Fälschungen in verschiedenen Wirtschaftszweigen in der EU. In früheren Berichten dieser Reihe wurden folgende Wirtschaftszweige untersucht: Arzneimittel, Spirituosen und Wein, Tonträger, Taschen und Koffer, Schmuck und Uhren, Spielzeug und Spiele; Sportgeräte; Bekleidung, Schuhe und Zubehör sowie Kosmetika und Körperpflegeprodukte.

Deutschland: Mit einem Umsatz von 4 Mrd. EUR ist Deutschland der EU-weit größte Hersteller von Pestiziden. Dem Bericht zufolge gehen in der deutschen Pestizidindustrie durch gefälschte Pestizide jährlich Einnahmen in Höhe von schätzungsweise 299 Mio. EUR und 500 Arbeitsplätze verloren.

Frankreich: Der zweitgrößte Hersteller von Pestiziden in Europa ist Frankreich mit einem Umsatz von 3,5 Mrd. EUR. Dem Bericht zufolge gehen in der französischen Pestizidindustrie durch Fälschungen jährlich Einnahmen in Höhe von schätzungsweise 240 Mio. EUR und 500 Arbeitsplätze verloren.

Italien: In der italienischen Pestizidindustrie gehen dem Bericht zufolge jährlich Einnahmen in Höhe von schätzungsweise 185 Mio. EUR und 270 Arbeitsplätze verloren.

Spanien: In der spanischen Pestizidindustrie gehen dem Bericht zufolge durch Fälschungen jährlich Einnahmen in Höhe von schätzungsweise 94 Mio. EUR und 200 Arbeitsplätze verloren.

Vereinigtes Königreich: Hier gehen in der Pestizidindustrie dem Bericht zufolge jährlich insgesamt Einnahmen in Höhe von schätzungsweise 76 Mio. EUR und 200 Arbeitsplätze verloren.

Quelle: https://euipo.europa.eu/tunnel-web/secure/webdav/guest/document_library/observatory/resources/research-and-studies/ip_infringement/study10/Press_release-pesticides_sector_de.pdf

aus der PRESSEMITTEILUNG des EUIPO vom 8. Februar 2016


Eintrag vom: 28.03.2017